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Häufige Fragen – und Antworten


Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die häufig zu Schmalz und Schmalzprodukten gestellt werden.

Falls Ihre Frage nicht in dieser Zusammenstellung dabei ist, schicken Sie uns einfach unter Kontakt eine Nachricht. Wir melden uns dann umgehend.

Quellen:

Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung, Münster

LARU Labor für Produktforschung und -entwicklung, Bottrop

Margarine-Institut für gesunde Ernährung e.V., Bonn

Wissensforum Backwaren e.V. – Informationszentrale für Backmittel-
und Backzutaten zur Herstellung von Brot und feinen Backwaren, Berlin

Was ist eigentlich Schmalz?

Schmalz entsteht bei der Ausschmelzung von tierischen Fetten. Für Schweineschmalz verwendet man Schweinespeck und Schweineflomen. Für Gänseschmalz nimmt man das Gänsebauchfett.

Wie wird Schmalz hergestellt?

Die Gewinnung des Schmalzes erfolgt durch Ausschmelzen der tierischen Fette in doppelwandigen Kochkesseln. Das Wasser wird abgetrennt und es bleiben Grieben und Schmalz.

Je nach Sorte und Geschmacksrichtung werden später wieder Grieben hinzugefügt und es kommen Kräuter, Zwiebeln, Äpfel sowie zahlreiche weitere Gewürze hinzu.

Die Grieben die im LARU Schmalz hinzukommen, sind aber nicht die Grieben die bei der Schmalzherstellung entstehen. Die Grieben der LARU Schmalz-Spezialitäten werden in Bottrop nach tradioneller Art und Weise aus frischem Schweinespeck produziert.

Wie unterscheiden sich Schweine- und Gänseschmalz?

Schweineschmalz hat eine weiße Farbe, ist weich, streichfähig und hat ein schwaches Aroma. Gänseschmalz hat eine gelblich-weiße Farbe, ist weicher als Schweineschmalz und besitzt ein kräftiges Aroma.

Warum ist in Gänseschmalz auch Schweineschmalz enthalten?

Reines Gänseschmalz schmilzt bereits bei 25° C, also knapp über Raumtemperatur. Für die optimale Verwendbarkeit und Streichfähigkeit wird LARU Gänseschmalz deshalb immer 10% Scheineschmalz zugegeben.

Wofür kann ich Schweineschmalz bzw. Gänseschmalz verwenden?

Schmalz ist ein Allround-Talent in der Küche und gehört traditionell zu den Zutaten einer anspruchsvollen Küche. Sowohl Schweine- als auch Gänseschmalz gibt es in zahlreichen leckeren Varianten als Brotaufstrich.

Beim Kochen gibt Schweineschmalz oder Griebenschmalz vor allem deftigen Gerichten (z.B. Grünkohl oder Wirsing) den typischen Geschmack. Gänseschmalz ist eher ein Lebensmittel der feinen Küche. Es verleiht zum Beispiel Wild, Ente oder auch Rotkohl eine außergewöhnliche Note.

Schweineschmalz ist wegen seiner weichen Konsistenz und seinem hohen Schmelzpunkt1 ein traditionell bewährtes Backmittel. Es macht Teig besonders mürbe, rundet den Geschmack ab und hält das Backgut sogar länger frisch. Gänseschmalz sorgt für einen lockeren und geschmacklich feinen Kuchen.

1  Der Schmelzpunkt ist die Temperatur, bei der ein Fett von der festen in die flüssige Phase übergeht.

Ist Schmalz eigentlich ungesund?

Nein, ist es nicht. In Maßen genossen, leistet Schmalz einen wertvollen Beitrag zu einer geschmackvollen und ausgewogenen Ernährung.

Es gehört zu den Nahrungsfetten und ist damit eine Energiequelle für unsere Körper. Ihr Energiegehalt ist doppelt so hoch wie der von Eiweiß, Stärke oder Zucker. Je nach Art und Zusammensetzung liefern Nahrungsfette die notwendigen essenziellen Fettsäuren, die der Körper selbst nicht ausreichend bilden kann: Schweineschmalz enthält u.a. 10% mehrfach ungesättigte Fettsäuren, 48% ungesättigte Fettsäuren und 8 g Linolsäure je 100 g. Gänseschmalz enthält u.a. 12% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 60% ungesättigte Fettsäuren.

Nahrungsfette sind auch Träger für die lebensnotwendigen Vitamine, A, D, E und K, die nur mit Hilfe von Fett verwertbar sind. Außerdem bilden sie die Bausubstanz unserer Körperzellen, erfüllen Schutz- und Stützfunktionen als Polster für innere Organe und dienen der Wärmeisolation.

Gerade Gänseschmalz behält, im Gegensatz zu allen anderen Fetten, auch bei mehr als 200° C seine Molekularstruktur – und damit seine wohltuende Wirkung für Herz und Kreislauf.

Was genau sind Fettsäuren?

Ungesättigte (oder essenzielle = lebensnotwendige) Fettsäuren regulieren den Fettstoffwechsel. Der Mensch braucht täglich durchschnittlich 6-8 g essenzielle Fettsäuren. Die wichtigste davon ist Linolsäure.

Zum Vergleich: Olivenöl enthält zwar 75% ungesättigte, aber gerade einmal 9% mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Butter erreicht mit 31% ungesättigten und 4% mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht annähernd die Werte von Schmalz.

Wie viele Kalorien hat Schmalz?

Schweineschmalz enthält 898 Kalorien (kcal) bzw. 3.756 Kilo-Joule (kJ) je 100 g. Gänseschmalz enthält 883 Kalorien (kcal) bzw. 3.698 Kilo-Joule (kJ) je 100 g.
Ein durchschnittliches Schmalzbrot – eine Scheibe Brot mit Griebenschmalz – hat somit etwa 225 Kalorien (kcal) bzw. 945 Kilo-Joule (kJ).

Zum Vergleich:
Eine Scheibe Brot mit Butter hat bereits etwa 235 Kalorien (kcal) bzw. 987 Kilo-Joule (kJ). Eine Scheibe Brot mit 20 g Butter und Wurst hat etwa 279 Kalorien (kcal) bzw. 1.070 Kilo-Joule (kJ), eine Scheibe Brot mit 20 g Butter und Käse etwa 275 Kalorien (kcal) bzw. 1.153 Kilo-Joule (kJ).

Wie lange kann ich Schmalz aufbewahren?

LARU Schmalz-Spezialitäten sind gekühlt – bis max. 15° C – mindestens sieben Monate haltbar. Ungekühlt sind sie mindestens vier Monate haltbar.

Die Haltbarkeit bezieht sich auf das gesetzliche Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Es handelt sich hierbei um die empfohlene Aufbrauchsfrist, die per Datum auf der Packung angibt, bis zu welchem Termin das Lebensmittel bei sachgerechter Aufbewahrung (Lagertemperatur) auf jeden Fall ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen sowie gesundheitliches Risiko zu konsumieren ist.

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