Listerien

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LARU Langensiepen & Ruckebier GmbH & Co. KG, 46240 Bottrop
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Wie kann man sich vor Listerien schützen?

Listerien sind Bakterien, die in pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse und in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurstwaren oder Rohmilch vorkommen. Menschen mit einer schwachen Immunabwehr können durch Listerien an der so genannten Listeriose erkranken. Insbesondere mangelnde Hygiene führt zu einer Besiedelung von Lebensmitteln mit diesen Keimen Bei langer Lagerung und unter Luftabschluss vermehren sich Listerien, während Erhitzen sie abtötet. Der wirksamste Schutz ist das Beachten von Mindeshaltbarkeitsfristen sowie das gründ- liche Durchgaren von Lebensmitteln. Abwehr- schwache Menschen sollten vorbeugend rohe Fleischwaren und Rohmilch sowie daraus hergestellte Käsesorten meiden.

Listerien

Listerien gelangen über Verunreinigungen mit menschlichen und tierischen Fäkalien in Wasser und Boden sowie auf Pflanzen und Futtermittel.

Eine Besiedelung von Lebensmitteln mit den Bakterien kann auf verschiedenen Stufen erfolgen.

Lebensmittel tierischer Herkunft, wie Rohmilch und rohes Fleisch, können während der Gewinnung, z. B. beim Melken oder Schlachten, kontaminiert werden.

Durch mangelnde Hygiene bei der Lebensmittel- verarbeitung oder Mängel in der persönlichen Hygiene können sich die Keime ausbreiten.

Vorkommen von Listerien

Grundsätzlich können Listerien in allen rohen Lebensmitteln vorkommen. Die Überlebens- und Vermehrungsfähigkeit der Bakterien ist vom Herstellungsverfahren und der Haltbarmachung abhängig.
Kochen, Braten und Pasteurisieren tötet die Keime ab. In Lebensmitteln, die wenig Wasser, dafür viel Salz oder Säure enthalten, z. B. Sauerkraut, Matjesheringe oder Joghurt, ist eine Vermehrung kaum noch möglich.
 
Listerien können sich, anders als viele andere Bakterien, auch bei Temperaturen unter 4° C und wenig Sauerstoff in der Umgebung vermehren
Daher schützt eine Vakuumverpackung und die Lagerung im Kühlschrank nicht vor diesen Keimen.

Infektionsrisiko

Um das Infektionsrisiko zu verringern, sollten abwehrschwache Menschen einige Vorsichts- maßnahmen beachten:

  • Auf das Mindeshaltbarkeitsdatum (MHD) achten und vakuumverpackte Wurst und Käse sowie portionierten Salat möglichst vor Ablauf des MHD verzehren.
     
  •  Gemüse und Obst sorgfältig vor dem Verzehr waschen.
     
  • Fleisch- und Fischgerichte vollständig durchgaren (70° C, ca. 10 Minuten)
     
  • Auf rohes Hackfleisch wie Mett, Hackpeter, Tatar oder Zwiebelmett verzichten.
     
  • Pasterisierte Milch und daraus herge- stellte Käsesorten bevorzugen und Rohmilchprodukte vermeiden.
     
  • Die Rinde von Weichkäse nicht essen, da sich die Bakterien auf der Rinde stärker vermehren als im Käseinneren.
     
  • Den Kühlschrank mindestens einmal im Monat gründlich auswaschen.

Listeriose

In Deutschland erkranken pro Jahr schätzungs- weise 3-10 Personen pro Million Einwohner an Listeriose.
Zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit liegen 2-8 Wochen. Zu den Risiko- personen gehören Säuglinge, Schwangere, ältere Menschen sowie Krebs-, Diabetes- und ADIS-Patienten.
Bei diesen Bevölkerungs- gruppen kann die schwere Form der Listeriose zu einer Hirnhautentzündung führen. Schwangere erkranken selbst meist nicht, können die Bakterien aber auf den Embryo übertragen.
In der Folge kann es zu einer Frühgeburt oder einer Behinderung des Kindes kommen.
Gesunde erkranken trotz Aufnahme der Bakterien nicht oder bemerken die Erkrankung nicht, da sie sich in der leichten Form durch grippeähnliche Symptome äussert. Bei gesunden Personen gelingt es dem Listerien- erreger jedoch nur selten, die Darmschranke zu überwinden.

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