EHEC

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LARU Langensiepen & Ruckebier GmbH & Co. KG, 46240 Bottrop
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Was bedeutet EHEC?

EHEC ist die Bezeichung für eine Gruppe von Bakterienstämmen (enterohämorrhagische Escherichia coli ) aus dem Darm von Rindern, Schafen und Ziegen.

Infektionen mit diesem Erreger können z.T. zu blutigen Durchfällen und in selteneren Fällen zu schweren Nierenschäden mit teilweise tödlichem Ausgang führen.

Besonders gefährdet sind Säuglinge, Klein- kinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Hauptinfektionsquellen sind unerhitzte Milch (z. B. Rohmilch), rohes und unzureichend er- hitztes Fleisch sowie Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch.

Vorbeugende Maßnahmen beinhalten:

  • keine unerhitzte, sondern nur pasteurisierte, ultrahocherhitzte oder abgekochte Milch trinken
  • Rindfleisch immer gut durchgaren
  • (Klein-) Kinder, Schwangere, Senioren und immungeschwächte Personen sollten auf Rohwurst und Rohmilchkäse verzichten
  • regelmäßiges Händewaschen und be- sondere Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln und im Sanitärbereich

Infektionsquellen
Infektionsquellen sind in erster Linie tierische Lebensmittel, wie Rinderhackfleisch, nicht durchgegarte Hamburger, Rohwurstprodukte, Truthahnsandwiches, untererhitze Rohmilch und daraus hergestellte Produkte (z. B. Roh- milchkäse).

Aber auch Wasser, Salate, Gemüse, Apfel- most und unpasteurisierter Apfelsaft kommen als Erregerquelle in Betracht.

Dies lässt auf den Menschen als Aus- schneider schließen. Häufig werden die Krankheitskeime auch ohne Beteiligung von Lebensmitteln direkt von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion übertragen.

Dieser Übertragungsweg ist vor allem innerhalb einer Toilettengemeinschaft, z. B. in Kindergärten, Familien, Pflegeeinrichtungen möglich.

Maßnahmen zur Vermeidung von EHEC-Infektionen

  • 1. Erhitzung von Lebensmitteln auf 70° C für mindestens 10 Minuten:
    a) Milch (Rohmilch u. Vorzugsmilch)
    vor dem Genuss kochen
    b) Fleisch, vor allem Hackfleisch, gut durchgaren
     
  • 2. Beim Wiedererwärmen von Speisen (v.a. aus der Mikrowelle) muss eine Kerntemperatur von mind. 70° C erreicht werden
     
  • 3. Rohe Lebensmittel getrennt von anderen gut verpackt im Kühlschrank aufbewahren.
     
  • 4. Rohe Lebensmittel getrennt von anderen zubereiten (Arbeitsgeräte und Schneidbretter nach jedem Arbeitsgang gründlich säubern, v. a. beim Umgang mit rohem Fleisch).
     
  • 5. Rohgemüse ausreichend waschen.
     
  • 6. Besonders gefährdete Personen sollten keine Rohmilch und -produkte sowie rohes Fleisch essen.
     
  • 7. Vermeidung einer Übertragung von Mensch zu Mensch durch strenge Hygienemaßnahmen im Sanitärbereich.

Bundesseuchengesetz

Durch EHEC ausgelöste Erkrankungen sind nach dem Bundesseuchengesetz melde- pflichtig. Doch werden sie nur in der Gruppe der ansteckenden Durchfallerkrankungen (“übrige Formen der Enteritis infectiosa”) registriert, die keine Rückschlüsse auf den Anteil an EHEC-Infektionen zulässt.
Deshalb fehlen zuverlässige Daten über die tatsächliche Anzahl der EHEC-Infektionen.
Schätzungen zufolge erkranken in der Bundesrepublik jährlich 8.000 - 16.000 Menschen.

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